Was für ein Wechselbad der Gefühle: Am Samstag standen unsere RPB-Mädels noch gegen das junge Stützpunkt-Team von Schwerin auf dem Spielfeld, erkämpften sich in unerwartet knappen Sätzen (23:25; 25:13, 27:25, 25:20) den 3:1 Sieg gegen die Schwerinerinnen.

Am Sonntag ging’s dann ohne Verschnaufpause weiter gegen die Mannschaft aus Leverkusen. Hieß es am Vortag noch Jung gegen Jung und waren beide Mannschaften noch weniger erfahren, wartete am Sonntag das volle Kontrastprogramm! Die Gäste aus Leverkusen waren im Schnitt älter als unsere jungen Jahrgänge, wesentlich länger in der 2. Bundesliga und hatten als Stärke mehr Spielerfahrung im Gepäck. Trotzdem: Der Kampfgeist der Mädels zeigt sich in mutigen Angriffen und dem ein oder anderen „Monsterblock“ über Außen. RPBs #10, Viktoria Seeber, rettet mit starker Annahme und Abwehr so einige harte Angriffe der Gegnerinnen. Unser Manko: Wir verschlagen ein paar Aufgaben zu viel, die Gäste versenken ein paar Mal zu oft Bälle auf dem eigenen „Marktplatz“. Ergebnis: 16:25.

Auch im zweiten Satz sind die RPB-Frauen noch heiß darauf, ihre Gegner zu ärgern, die aber mit harten Angriffen ordentlich Druck aufbauen, gut verteidigen und uns im Block auch mal das Durchkommen erschweren. Dafür begeistern unsere Spielerinnen mit der ein oder anderen schönen Rauskratz-Aktion, können mit Auge ein paar Angriffe platzieren. Die Gäste reagieren mit ein paar Eigenfehlern, aber wieder gehen unsere Aufschläge einige Male ins Netz, die Spielfeldmitte bleibt weiterhin eine Lücke. Mit 18:25 holen sich die RPB-Spielerinnen zwar nicht den Satz, aber zwei Punkte mehr als im Ersten.

Im dritten Satz sichern lange platziere Aufschläge den Mädels ein paar schöne direkte Punkte – so geht auch gleich der erste Punkt an uns. Die RPB-Spielerinnen beweisen ihre Daseinsberechtigung mit einem Monsterblock (11:12) und schwups, kann es schon mal 13:13 stehen – ein schöner Stand für ein Match gegen den Tabellen-Dritten. Leverkusen lässt sich davon leider eher anspornen als verunsichern, dreht nochmal richtig auf. Auf unserer Seite häufen sich Absprachefehler, dafür feuert die neu eingewechselte Dominice Steffen ihre Angriffe mit Wumms durch den gegnerischen Block.

Am Ende reicht es nicht für einen Sieg: 18:25.

Ein sehr solides Spiel, wenn man den Unterschied an Reife, Erfahrung und Statur beachtet. Ein Sieg wäre noch utopisch gewesen, aber in der Rückrunde dürfte das Match auf jeden Fall Chancen bereithalten.

Autorin: Genna-Luisa Thiele

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